DRK Ortsverein Gebhardshain e. V.

Bereitschaft Elkenroth

Eingetragen von BL am 05.09.2016

 Bei Gemeinschaftsübung in Elkenroth gab es viele schwere Aufgaben zu bewältigen.

2016-09-03a

Bei einer kombinierten Einsatz- und Schauübung in Elkenroth stellten die vier Löschzüge der Verbandsgemeinde Gebhardshain das gesamte Spektrum der Schwerpunktaufgaben der Feuerwehr dar und demonstrierten der Bevölkerung ihre Schlagkraft. Außer einem Wohnungsbrand mit Menschenrettung zählten ein Verkehrsunfall, ein Gefahrgutunfall, ein Langholzunfall sowie das Ausleuchten der Einsatzstelle zu den Aufgaben. Fotos: Eva-Maria Stettner

Elkenroth. Eine schlagkräftige Einheit: Die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Gebhardshain demonstrierte der Bevölkerung am Samstagnachmittag in Elkenroth bei einer kombinierten Einsatz- und Schauübung, dass die Bürger auf gut ausgebildete und ausgerüstete Helfer vertrauen können. Das gesamte Spektrum der Aufgaben einer Feuerwehr wurde gestemmt, insgesamt waren 100 Aktive aller vier Löschzüge der VG Gebhardshain mit 13 Fahrzeugen im Einsatz. Dazu kam der DRK-Ortsverein Gebhardshain, Bereitschaft Elkenroth, mit einem Rettungsfahrzeug und zehn Helfern. Ausrichter war der Löschzug (LZ) III Elkenroth, der auch die Planung gemacht hatte – Einsatzleitung hatte Wehrführer Michael Schuhen.

Zugleich fand die Gemeinschaftsübung zum letzten Mal als Jahresübung der VG Gebharshain statt: Am 1. Januar 2017 erfolgt bekanntlich die Fusion mit Betzdorf. Das Übungsobjekt stellte Peter Benner mit dem von ihm betreuten leer stehenden landwirtschaftlichen Anwesen Weber an der Ringstraße zur Verfügung: Der ehemalige Wehrleiter feierte am Übungstag seinen 63. Geburtstag und erreichte damit die Altersgrenze für den aktiven Dienst.

Zur Übung hatten sich viele Bürger eingefunden sowie VG-Bürgermeister Konrad Schwan, einige Ortsbürgermeister sowie Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Dietmar Urrigshardt. Gegen 15 Uhr erfolgte die Alarmierung mit dem Einsatzstichwort „F 2 – unklare Rauchentwicklung in der Ringstraße“. Der stellvertretende Wehrleiter Bastian Bierbaum moderierte das Geschehen für die Bürger. Zuerst alarmiert wurden die Funkeinsatzzentrale der VG, der Einsatzleitwagen dort, der LZ Elkenroth und der LZ Kausen sowie das DRK Elkenroth. Nach Lageerkundung erfolgte Alarmerhöhung auf „F 3 – Wohnhausbrand mit Menschenrettung“: Zusatzalarm für Wehrleiter Björn Jestrimsky mit Nachalarmierung von LZ Rosenheim und LZ Steinebach. Die Schauübung erfolgte unter realen Bedingungen für Atemschutzgeräteträger. Aus dem verrauchten Gebäude holten acht Atemschutztrupps acht Verletzte, gemimt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Elkenroth. Zugleich übernahmen die Löschzüge Elkenroth und Kausen das Herrichten der Wasserentnahmestelle Gartenstraße und die Brandbekämpfung. Aufgabe des LZ Rosenheim war die Atemschutzüberwachung, die Steinebacher halfen, die Verletzten zur Sammelstelle zu tragen. Das DRK hatte ein Zelt aufgeblasen und übernahm die Erstversorgung der Unglücksopfer.

2016-09-03b

Die Menschenrettung stand bei der Übung der Feuerwehr der VG Gebhardshain in Elkenroth stets im Mittelpunkt.

Szenarien beim zweiten Teil der Schauübung waren ein Verkehrsunfall, bei dem ein Pkw gegen einen Baum gefahren ist: Aufgabe für den LZ Steinebach, der die eingeklemmte Person mittels hydraulischem Rettungsgerät befreite. Schere und Spreizer kamen zum Einsatz. Zweites Szenario war ein Gefahrgutunfall und Aufgabe des LZ Steinebach, mit der Logistikkomponente des LZ Rosenheim (Auffangbehälter) Auffangen, Abdichten und Umpumpen von Flüssigkeit. Drittes Szenario war ein Langholzunfall mit unter dem Holzstapel eingeklemmter Person – Aufgabe für den LZ Kausen, der Hebelstange und Motorsäge einsetzte. Das Ausleuchten der Einsatzstelle demonstrierte der LZ Rosenheim mit Aufbau eines „PowerMoon“ und 14 000-Watt-Aggregat.

Wehrleiter Björn Jestrimsky sagt: „Die Bevölkerung hat ein Recht zu sehen, wie sich die Feuerwehr weiterentwickelt.“ Hier werde alles gezeigt, was das ganze Jahr geübt wird, orientiert an ausgearbeiteten Konzepten: „Der Löschzug Elkenroth hat die Übung wunderbar vorbereitet, und es lief alles wie ein Zahnrad.“ KFI Urrigshardt fand die Übung gut, da Fälle demonstriert wurden, die jeden Tag passieren können: „Es war auch gute Hand-in-Hand-Arbeit mit dem DRK.“ (Quelle: Rhein-Zeitung vom 05.09.2016 / Fotos: Eva-Maria Stettner)